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Geschichte
und Geschichten rund um das Tragen
von Evelin Kirkilionis
Die Straßenbedingungen in Kairo, der Verkehr, die belastete
Luft - kein Wunder, dass man kaum Eltern mit kleinen Kindern und
vor allem mit Babys unterwegs sieht. Selbst die neuen geländegängigen
Kinderwagenmodelle wären bei dem Hindernislauf über fast einen
halben Meter hohe Bordsteine, der Moto-Cross-ähnlichen
Gestaltung der Gehsteige und den Sprinteinlagen bei Straßenüberquerungen
überfordert. Beim abendlichen Flanieren in den Einkaufsstraßen
begegnet man aber doch so manchem Elternpaar, das sein Kleines
mitnimmt, zumeist auf dem Arm vom Papa. Hin und wieder entdeckt
man aber auch die in Europa eingeführten Tragebeutel, in die
Babys hineingesetzt und an den Körper der Eltern geschmiegt
mitgenommen werden können. Eine neue, aus Europa stammende Idee
hält also auch hier Einzug in die Kinderbetreuung!? Nein, dem
ist nicht so, die Sache mit dem Tragen ist eigentlich ein
"alter Hut" - Natürlich! Wir kennen alle Bilder aus
verschiedenen schwarzafrikanischen oder asiatischen Kulturen, in
denen Mütter ihr Baby in Tücher eingebunden auf dem Rücken
oder im Hüftsitz tragen. Wir haben also eine Betreuungsmethode
aus diesen Ländern aufgegriffen und in die moderne
Kinderbetreuung übertragen, die nun auch in Kairo allmählich
Ausbreitung findet!?
Eigentlich ebenfalls nein, wirft man einen Blick auf die
Betreuungsgewohnheiten vergangener Zeiten. Auch im "alten
Ägypten" war es anscheinend üblich, Kinder zu tragen. Man
fand Steinreliefs, auf denen Kinder in Tragetücher eingebunden
oder in Körben sitzend abgebildet sind (Abb. 1 und 13). Und
auch in Europa hatte das Tragen von Kindern eine lange
Tradition, wir haben dies nur vergessen bzw. es ist nach und
nach in Misskredit geraten - sogar teils sehr gezielt. Die
Hintergründe hierzu, vor allem in Deutschland, sind es Wert,
sich etwas genauer damit zu befassen und bewusst zu machen. Denn
am Thema Tragen wird deutlich, wie sehr die Erziehung von
Interessen geleitet und beeinflusst werden kann, ohne auf die
Bedürfnisse der Beteiligten - also der Eltern und vor allem der
Kinder - einzugehen. Oder wie schnell sinnvolles Traditionelles
durch nur vermeintlich besseres Modernes abgelöst werden kann,
hier ist Japan ein unglückliches Beispiel. Im Zuge
fortschrittlicherer Betreuungsgepflogenheiten ging man dort in
den dreißiger Jahren auch mehr und mehr vom Tragen der Säuglinge
ab - worauf die Zahl der sogenannten angeborenen Hüftdysplasie
auffällig anstieg.
Die neuen Tragebeutel scheinen auf den ersten Blick - vor allem
im Vergleich zu den recht aufwändig aussehenden Bindetechniken
eines Tragetuch - ein Fortschritt zu sein, unkompliziert in der
Handhabung, schnell und einfach an veränderte Gegebenheiten
anpassbar. Doch dem kritischen Blick, der sich vor allem auf die
körperlichen Gegebenheiten eines Säuglings konzentriert,
halten die meisten dieser modernen Tragemöglichkeiten nicht
stand.
Das Thema Tragen beschränkt sich also nicht nur auf
geschichtliche Details. Zum einen ist es sicherlich eine
Auseinandersetzung mit den heute gängigen Tragemethoden direkt.
Zum anderen geht es aber auch um Erziehungsmethoden und
Betreuungsgepflogenheiten. Es geht aber auch um die
Eltern-Kind-Bindung, um spezielle anatomische Gegebenheiten und
um Verhaltensbesonderheiten eines Kindes im Säuglingsalter. Ja
sogar die menschliche Stammesgeschichte spielt eine Rolle. Das
Thema tragen - fast ein Rundumschlag um die kindliche
Entwicklung.
Die Trage- und Nicht-Trage-Tradition in Europa
Der Kinderwagen wurde Ende des 19. Jahrhunderts erfunden und von
Queen Victoria hoffähig gemacht. Der Einzug dieses rollenden
Gefährtes in die Kinderbetreuung war eine logische Konsequenz
aus der damals gängigen Praxis besser gestellter
Gesellschaftsschichten, Kinder von Ammen und Kindermädchen
versorgen zu lassen, teils sogar gänzlich außerhalb des
eigentlichen Familienkreises. Sich als Eltern nicht direkt um
die Kinderpflege kümmern zu müssen war Zeichen eines gut
gestellten Hauses mit genügend Personal, das für den Nachwuchs
sorgte. Der Kinderwagen - ein Symbol für die zu dieser Zeit übliche
Distanz zwischen Eltern und Kind in sogenannten besseren
Kreisen. Doch wie handhabten die nicht so gut gestellten
Familien die Kinderbetreuung? Und auch vor der
"Epoche" des Kinderwagens mussten Kinder transportiert
worden sein? Die Geschichtsschreibung, auch Kunst- und
Kulturgeschichte ließen häufig die Lebensbereiche ärmerer
oder durchschnittlicher Familien weitgehend außer Acht. Unsere
Kenntnisse von vergangenen Kulturepochen spiegeln vor allem die
Gepflogenheiten gehobeneren Gesellschaftsschichten wider. Doch
hin und wieder finden sich auf alten Darstellungen Motive aus
dem bäuerlichen Leben oder - zumindest als Teilaspekt - auch
aus dem ärmerer Familien. Verschiedentlich wurden Mütter mit
in ein Tragetuch eingehülltem Säugling abgebildet (Abb. 3).
Selbst nahezu modern anmutende Tragesäcke sind zu finden (Abb.
4). Ein spätmittelalterliches Gemälde in einer italienischen
Kapelle zeigt die heilige Familien auf der Flucht aus Ägypten.
Manche dargestellten Aspekte dürften den Gegebenheiten während
der Entstehung des Bildes entsprechen. Und so mag es im
Mittelalter durchaus üblich gewesen sein, dass Mütter, wie die
dargestellte Maria, ihre Kinder in einem Tuch umgebunden
mitnahmen. Es existieren somit doch einige Belege dafür, dass
das Tragen von Kindern auch in Europa durchaus verbreitet war
(Chamberlain 1997, Manns, Schrader 1995, Zglinicki 1979).
Es ist eine traurige Tatsache, dass wir auf solche Darstellungen
zurückgreifen müssen, um uns die bis zu Beginn des zwanzigsten
Jahrhunderts gültige Tradition zu verdeutlichen, Kinder während
des ersten Lebensjahrs ständig mitzunehmen. Oft waren hieran
alle Frauen einer Familie beteiligt, neben Mutter und Tanten
auch ältere Schwestern. Säuglinge zu tragen war wahrscheinlich
vor allem in bäuerlich-ländlichen Gebieten üblich und wohl
auch nötig. Oft wurde es jedoch mit Armut und Zugehörigkeit zu
ungebildeten Gesellschaftsschichten verknüpft. - Selbst heute
muss sich manche tragebegeisterte Mutter die Frage gefallen
lassen, ob sie sich keinen Kinderwagen leisten könne. Aber die
sorgfältige Kleidung auf manchen Gemälden widersprechen dieser
Vorstellung, auch wenn das Tragen von Kindern für Menschen auf
der Wanderschaft, oft die Ärmsten der Armen, wohl am
Bedeutsamsten war. Nur vereinzelt findet man heute noch Berichte
über die Methoden des Tragens oder erfährt etwas hierüber aus
Erzählungen der ältesten noch lebenden Generation. - Und diese
Erinnerungen enden in Deutschland in den dreißiger/vierziger
Jahren.
Der Nationalsozialismus - Die Kindererziehung wird in die
Ideologie eingebunden
Die Vorstellung, ein Kind müsse früh an die gesellschaftlichen
Erfordernisse gewöhnt und entsprechend erzogen werden, war
keine Neuerfindung des Nationalsozialismus, erreichte jedoch in
dieser Zeit eine besondere Ebene. Man begann sofort nach der
Geburt mit dieser Erziehung unter dem Motto des Nicht-Verwöhnens,
Abhärtens und der frühzeitigen Disziplinierung. Die maßgeblichen
Erziehungsratgeber dieser Zeit rieten von zu viel Körperkontakt
ab, selbst Wickeln und Baden sollte zügig vonstatten gehen,
kein "Gespiele" und "Getändele". Ein Säugling
sollte möglichst wenig aus seinem Bettchen, das in einem
separaten Zimmer zu stehen hatte, herausgenommen und möglichst
wenig getragen werden. Großeltern wurden vor allem misstrauisch
beäugt, da sie anscheinend die verwerfliche Tendenz hatten,
Kindern ihre Beachtung zu schenken, sie auf den Arm zu nehmen
und herumzutragen wünschten, sich mit ihnen beschäftigen
wollten und sie so unmäßig verwöhnen würden.
Regelmäßig eingehaltenes, pünktliches Stillen wurde als
entscheidender Beginn der Erziehung eines Kindes schon in der
ersten Lebenswoche angesehen, und auch hier galt, möglichst
wenig Körperkontakt und ein zeitlich festgesetzter Rahmen für
die Trinkzeit. "Trödelte" der Säugling herum, sollte
er sofort abgelegt werden. Ihm wurde im Prinzip sowieso nur ca.
20 Minuten gewährt, damit er bereits frühzeitig
"lerne", dass er sich festen Regeln anzupassen habe
und sich fügen müsse. Der Ratgeber "Die deutsche Mutter
und ihr erstes Kind" von Johanna Haarer erschien 1934 und
erreichte nach und nach enorme Verbreitung. Die vertretenen
Vorstellungen entsprachen den Interessen des
nationalsozialistischen Staates, so wurde das Buch als Mittel
zur Einflussnahme gezielt eingesetzt. Die Lancierung seiner
Verbreitung war daher nur konsequent, da man bereits von
Kindesbeinen an Einfluss auf die Bürger nehmen wollte
(Chamberlain 1997). Überraschend war jedoch, dass dieses Buch
auch nach 1945 weiterhin aufgelegt wurde, wenn auch mit verändertem
Titel: "Die Mutter und ihr erstes Kind". Die letzte,
zugegeben überarbeitete, Auflage erschien übrigens 1987.
Ähnlich wie das Buch noch im Nachkriegsdeutschland Bestand
hatte, überdauerten auch so manche der Pflegeregeln für Säuglinge,
waren sie einmal in den Familien eingeführt. Änderungen ohne
bewusste Auseinandersetzung benötigen Zeit. So mag sich teils
die Angst, ein Baby zu verwöhnen und sich so in eine
Erziehungsfalle zu begeben, unbewusst aus dieser Zeit in unsere
heutigen Vorstellungen herübergeschleppt haben. Heute beäugen
die Großeltern nun ihrerseits misstrauisch die
"nachgiebigen" Mütter, die anscheinend die Kleinen
bei dem kleinsten Mucks andauernd und unnötigerweise auf den
Arm nehmen und herumtragen. Genauso überdauerte die Ansicht,
dass ein Kind am besten in einem separaten Raum einschlafen
solle, es prinzipiell in sein eigenes Bettchen gehöre und sich
nur durch einen klar von außen vorgegebenen Still- und
Schlafrhythmus schließlich Regelmäßigkeit einstelle -
erscheckenderweise auch auf professioneller Eben, d. h. in den
Berufsbereichen der Kinder- und Säuglingspflege.
Die Frage, wo die Erfüllung von berechtigten Bedürfnissen
eines Säuglings aufhört und wo Verwöhnen beginnt, bedarf
demnach dringend der Klärung. Ein kleiner Exkurs in die
Verhaltensbiologie und die menschliche Stammesgeschichte kann
Aufschluss hier geben.
Stammesgeschichte und Wissenschaftsgeschichte: Die
"Entwicklung" des Säuglings vom Nesthocker zum
Tragling
In der Biologie wird ein Säugling heute zum sogenannten
Jungentypus Tragling gezählt. Dies war keineswegs von Beginn an
so. Der Säugling durchlief eine recht "wechselvolle
Geschichte". Zunächst als Nesthocker (Portmann 1944/96)
bezeichnet, wurde er zum ehemaligen, später zum passiven
Tragling (Hassenstein 1970) - bis er schließlich Ende der
Achtziger zum aktiven Tragling "heranwuchs", der sich
durch seine Verhaltensausstattung, seine anatomischen und
motorischen Besonderheiten als an das Getragenwerden angepasst
herausstellte und der sich auch aktiv daran beteiligt
(Kirkilionis 1989). In dieser langen Zeit hatten sich
tragebegeisterte Eltern gegen so manche Einwände zu
verteidigen. Oft mussten sie sogar auf der Straße recht
aggressiv vorgetragene Vorwürfe fremder Menschen abwehren. Vor
allem die Meinung, der Rücken des Babys würde Schaden nehmen,
scheint nicht ausgerottet werden zu können. Ebenso, dass sie so
eng eingebunden unter Sauerstoffmangel litten. - Letzteres würde
übrigens erklären, warum die Kleinen beim Tragen so ruhig wären,
sie wären einfach matt und dem Ersticken nahe. Eine von
Unkenntnis über normale physiologische Abläufen geprägte
Meinung.
Was haben nun die Begriffe Nesthocker und Tragling konkret mit
dem Thema Tragen zu tun? Diese beiden Bezeichnungen sind nicht
einfach nur eine Kategorisierung. Sie sind vielmehr
Stellvertreter für charakteristische Unterschiede in der
Verhaltensausstattung, bezüglich der anatomischen Gegebenheiten
und hinsichtlich der Bedürfnisse im Neugeborenen- und Säuglingsalter,
die sich im Verlaufe der Evolution als geeignete Anpassung an
die Lebensbedingungen der jeweiligen Art herausgestellt haben.
In der Biologie werden die Neugeborenen der verschiedenen
Tierarten, einschließlich des Menschen natürlich, in drei
grundlegend unterschiedliche Typen eingeteilt: Nesthocker,
Nestflüchter und Traglinge. Nesthocker, wie junge Mäuse werden
in ein Nest abgelegt und von der Mutter immer wieder auch
langfristig alleine gelassen. Entsprechend ist z.B. der
Fettgehalt der Milch vergleichsweise hoch. Die Jungen können
sich kaum fortbewegen, die Augen und Gehörgänge sind
verschlossen. Sie sind typischerweise noch nackt und benötigen
die Wärme und den Schutz eines Nestes. Nestflüchter wie
Pferdefohlen hingegen können kurz nach der Geburt dem
Muttertier folgen. Physiologisch und anatomisch unterscheiden
sie sich demnach völlig von den Nesthockern. Sie können hören,
sehen, riechen, sind artgemäß behaart: Sie bewegen sich von
Anfang an perfekt und koordiniert. Noch keine Stunde alt weichen
sie der Mutter kaum von der Seite. Und auch das Muttertier hält
den engen Kontakt aufrecht.
Traglinge wie Affenjunge können zwar der Mutter nicht
nachfolgen, doch kommen sie ebenfalls weit entwickelt zur Welt.
Ihre Sinnesorgane sind funktionsfähig, die Behaarung ist artgemäß.
Sie können sich mit Händen und Füßen im Fell der Mutter
festhalten (Abb. 5). Dieses anklammern im Haar der Mutter wird
durch die anatomischen und physiologischen Gegebenheiten unterstützen.
Die leicht angewinkelte Bein- und Armhaltung ermöglicht diesem
jungen Gorilla (Abb. 6), sich sofort im Bauchfell der Mutter
anzuklammern und einen sicheren Halt zu finden. In der ersten
Zeit hat ein Affenjunges beständig direkten Körperkontakt zur
Mutter. Bleibt es irgendwo alleine zurück, ist dies unter natürlichen
Bedingungen eine lebensbedrohliche Situation. Denn normalerweise
bedeutet dies, da eine Mutter ihr Junges zunächst nicht aus den
Armen entlässt, dass es von der Mutter verlassen wurde. Da die
Jungen aller Affenarten - besonders interessant sind natürlich
die der Menschenaffen als unsere nächsten Verwandten - zu den
Traglingen zählen, besteht vom stammesgeschichtlichen
Gesichtspunkt aus keinerlei Zweifel: auch die ersten zu den
Menschen zu zählenden Vorfahren trugen ihren Nachwuchs mit
sich. Man schätzt das Alter der ersten Funde auf etwa 4½ Mill.
Jahre. Aber auch für unsere direkten Vorfahren war es aufgrund
ihrer Lebensweise unumgänglich, Neugeborene beständig
mitzunehmen. Denn das Jäger- und Sammlerleben bedeutete, dass
man fortwährend auf der Suche nach Nahrung umherzog und Kinder
nicht irgendwo "deponieren" konnte. Erst als der
Mensch vor ca. 10.000 bis 12.000 Jahren allmählich sesshaft
wurde, eröffnete sich die Möglichkeit, den Nachwuchs an einem
sicheren Ort zeitweilig zurückzulassen. Doch innerhalb dieser für
die menschliche Spezies kurzen Zeit sind keine genetisch
manifestierten Anpassungen an veränderte Lebensbedingungen möglich.
Wir sind - auch wenn dies so manchem Unbehangen bereitet - nach
wie vor in unserer Verhaltensausstattung an das Jäger- und
Sammlerleben in kleinen, überschaubaren Gruppen angepasst. Auch
heute existieren noch nomadisch oder doch zumindest
halbnomadisch lebende Kulturen, die Vorstellungshilfe für das
Leben in stammesgeschichtlicher Vorzeit liefern. In diesen
Kulturen haben Säuglinge ständig Körperkontakt zu einer
vertrauten Bezugsperson, Tragetücher, Körbe oder Bänder
helfen hierbei. Für einen Menschen-Säugling bedeutet dies
heute, dass eine etwa 4½ Millionen Jahre währende Anpassung an
das Getragenwerden einer vernachlässigbaren Zahl von
Jahrzehnten oder Jahrhunderten gegenübersteht, in denen Eltern
ihre Kinder körperfern in Kinderwagen transportieren und
versuchen, sie in einem separaten Zimmer einschlafen zu lassen.
Bezieht man unserer vormenschliche Stammesgeschichte mit ein,
kann man sogar von einer 50 Millionen Jahre dauernden Anpassung
an das Tragen sprechen. Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich
verständlich, dass ein Säugling, wird er in einem separaten,
ruhigen Raum zum Schlafen niedergelegt, genau das nicht tut, was
Eltern erwarten. Üblicherweise beginnt er vehement zu weinen,
da das Einschlafambiente zwar für Erwachsene, jedoch nicht für
Neugeborene geeignet ist und an ihren Bedürfnissen vorbeigeht.
Ein Säugling empfindet das Alleinsein nach wie vor als
Verlassensein und folglich muss er alles daran setzen, eine
Betreuungsperson herbeizuschreien, die ihm beruhigende
Sicherheit gewährt. Sicherlich kann er sich daran gewöhnen,
dass niemand erscheint, wenn er aus Verlassenheitsangst zu
weinen beginnt. Dass er sich nicht in einer lebensbedrohlichen
Situation befindet, kann er jedoch noch nicht erfassen. Ihm wird
vielmehr die Erfüllung des Grundbedürfnisses nach Anwesenheit
einer Bezugsperson verwehrt, was Einfluss auf die emotionale
Entwicklung und die Entstehung der Eltern-Kind-Bindung hat. Erst
ansatzweise mit 6 Monaten, sicher jedoch erst mit 9 Monaten, ist
die kognitive Entwicklung eines Kindes so weit gereift, dass es
begreifen kann, dass etwas weiterexistiert, was es nicht sieht,
riecht, hört oder fühlt. Somit weiß es auch erst dann
wirklich, dass seine Eltern es nicht verlassen haben und es
weiterhin umsorgen, obwohl sie nicht wahrnehmbar sind.
Der menschliche Säugling - verschiedentlich angepasst an das
Getragenwerden
Die Vorstellung, dass der menschliche Säugling zu den
Nesthockern zu zählen wäre, wie nach wie vor immer wieder von
verschiedenster Seite vorgebracht wird, widerspricht nicht nur
das Bedürfnis eines Babys nach regelmäßigen
Anwesenheitssignalen. Verschiedenste Verhaltensaspekte,
anatomische Eigenschaften und Eltern-Kind-Passungen lassen hierüber
inzwischen kaum mehr Zweifel zu. Der geringe Fettgehalt der
Muttermilch z. B. erfordern eine Nahrungsaufnahme in
vergleichsweise kurzen Zeitabständen. Die Beruhigungswirkung
von Schnullern ist nur erklärbar, besaßen Säuglinge unter
ursprünglichen Lebensbedingungen permanent Zugang zur Brust der
Mutter. Durch Wiegen simulieren Eltern seit Jahrhunderten das
Getragenwerden und nutzen so die Beruhigungswirkung der
Bewegungswahrnehmung aus. Schnuller und Wiege sind das Plagiat,
Brustwarze und Getragenwerden das Original.
Den anatomischen Gegebenheiten kommt eine besondere Bedeutung
zu, da hier gesundheitliche Aspekte eine Rolle spielen. Trägt
man einen Säugling im Hüftsitz, ist der Oberschenkelkopf durch
die leicht gespreizte und angehockte Beinstellung ideal
eingestellt. Der Oberschenkelkopf schmiegt sich in die Hüftgelenkpfanne
ein und fördert die gesunde Entwicklung des Hüftgelenkes. Ein
gestrecktes Bein belastet hingegen die Hüftgelenkpfanne
ungleichmäßig, einer Dysplasie wird so Vorschub geleistet.
In der angehockten Haltung können sich Babys mit dem gesamten
Beinen anklammern und aktiv den Hüftsitz stabilisieren (Abb.
7). Mit jedem Schritt der Mutter und bei jeder Bewegung des
Kindes werden leichte Bewegungsreize auf die Hüftgelenke übertragen,
was die Durchblutung dieser noch knorpeligen und in der
Entwicklung befindlichen Strukturen fördert. Dies unterstützt
zusätzlich die normale Ausreifung der kindlichen Hüftgelenke.
Auf diese Weise wird zwanglos eine kindgerechte Prophylaxe gegen
eine Hüftdysplasie erreicht. Vergleicht man die Beinhaltung
eines Kindes im Hüftsitz mit den Einstellungen, die
normalerweise während der medizinischen Behandlung bei einer
bereits entwickelten Hüftdysplasie angestrebt werden, so sind
die Werte nahezu identisch: Bei einer therapeutischen Behandlung
sollen die Oberschenkel mindestens bis zum rechten Winkel,
maximal bis zu 110° angehockt sein. Gleichzeitig wird ein
Spreizwinkel von 60 bis 90° angestrebt, maximal 120° . Im Hüftsitz
sind die Beinchen bis zum rechten Winkel oder noch stärker (bis
100°) angezogen, der Winkel zwischen den Oberschenkeln liegt
zwischen 64° und 96°, im Durchschnitt bei 90°.
Diese angewinkelte und gespreizte Beinhaltung mag auf dem ersten
Blick aus der Sicht eines Erwachsenen körperlich anstrengend
erscheinen. Doch ein Säugling ist durch seine von der
Erwachsenensituation abweichenden Becken- und Wirbelsäulenstellung
und weitere physiologische Eigenschaften an diese Haltung
angepasst. Bereits Neugeborene können längere Zeit in dieser
sogenannten Spreiz-Anhock-Haltung in der Taille sitzen, auch
wenn sie sich zunächst weniger anklammern, sondern die Beinchen
eher anlehnen (Abb. 8). Vor allem wenn sich Kinder intensiv mit
einem Gegenstand beschäftigen, verharren sie in Rückenlage in
diese Haltung oft minutenlang (Abb. 9), ohne die Beinchen
abzulegen. Bei Halbjährigen konnten Zeiten bis zu 30 Minuten
gemessen werden, undenkbar für Erwachsene ohne willentliche
Kontrolle. Selbst ein Einschlafen in dieser Haltung ist ohne
weiteres möglich. Säuglinge sind demnach durch ihre körperlichen
Besonderheiten an dies Beinhaltung und an das Getragenwerden
angepasst. Auch ihre Reaktion, hebt am sie hoch, unterstreicht
dies: Sobald sie den Bodenkontakt verlieren, bereiten sie sich
auf eine für den Hüftsitz geeignete Körperhaltung vor
(Bilderserie 10).
Förderung der kindlichen Entwicklung
Wie wichtig Körperkontakt für die kindliche Entwicklung ist,
steht heute außer Zweifel. Wird ein Baby umarmt und
gestreichelt, vermitteln man ihm besonders intensive Botschaften
der Geborgenheit und Nähe. Die taktile Sinneswahrnehmung ist
einer der ausdruckstärksten Kommunikationskanäle, die einem Säugling
zur Verfügung stehen. Seine Anregung ist unentbehrlich für die
normale Entwicklung eines Kindes. Inzwischen existiert eine
Vielzahl von Untersuchungen, vor allem an zu früh geborenen
Kindern, die belegen, welche - fast an kleine Wunder grenzende -
Effekte intensive taktile Wahrnehmungen auf die gesamte
kindliche Entwicklung haben können. Aber nicht nur diese so
wichtige Sinneswahrnehmung wird einem Baby während des Tragens
vermittelt. Eng an die Eltern geschmiegt, kann es ihre Stimmen
und den Herzschlag hören, den vertrauten Geruch - ein oft
unterschätzter Sinn - und natürlich die Gesichtszüge der
Eltern wahrnehmen. Nahezu alle Sinnessystem werden angeregt. Und
Anregung bedeutet Weiterentwicklung und Förderung. Im direkten
Kontakt zur "Sicherheitsbasis" können die Kleinen,
sind sie munter, aufmerksam die Umgebung beobachten, Kontakt mit
anderen Personen aufnehmen. Oder aber, ist es genug an neuen
Reizen, sich selbständig ab- und den Eltern zuwenden,
gegebenenfalls auch in der Gewissheit der so nahen
Sicherheitsbasis vertrauensvoll einschlafen.
Die Eltern-Kind-Bindung
Tragen kommt in vielerlei Hinsicht den kindlichen Bedürfnissen
entgegen. Dass getragene Kinder seltener und kürzer weinen, in
ihren wachen Zeiten eher zufrieden und aufmerksam sind, sich
allgemein besser entwickeln wirkt sich auch auf die
Eltern-Kind-Beziehung aus. Frisch "gebackene" Mütter
und Väter, die häufig keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang
mit Babys haben, sind oft unsicher. Das Kind am Körper zu
tragen erleichtert es den Eltern, seine momentanen Bedürfnisse
richtig einzuschätzen. Im direkten Körperkontakt spüren viele
Mütter früh, ob das Kleine gleich aufwacht und gestillt werden
muss, ob ein Windelwechsel fällig wird, ob es aktiv ist oder
langsam müde wird. Sie können sich so rechtzeitig auf die
kommenden Bedürfnisse des Babys einstellen und die nötigen
Vorbereitungen treffen. Unruhe- und Schreiphasen werden daher
stark reduziert, die Bedürfnisse des Kindes umgehend erfüllt.
Einem Säugling wird so von Anfang an vermittelt, dass die
Eltern seine Signale verstehen und prompt darauf reagieren. Die
Wahrnehmungsfähigkeit eines Säuglings unterscheidet sich noch
stark von jenen eins Erwachsenen. Reaktionen der Umwelt müssen
unverzüglich erfolgen, nur so kann er eine Verbindung zwischen
seinem eigenen Verhalten und dem Effekt, d. h. der Handlung der
Eltern, herstellen. Eine prompte Reaktion auf seine Bedürfnisse
und Signale läßt Vertrauen zur Umwelt entstehen. Gleichzeitig
entwickeln sich erste Gefühle der eigenen Effektivität und
Kompetenz, nicht der von Hilflosigkeit und Ausgeliefertseins.
Dies sind wichtige Faktoren, die eine gelungene
Eltern-Kind-Bindung begleiten. Gleichzeitig ist auch auf Seiten
der Eltern ein Effekt zu vermerken. Die Bedürfnisse seines
Babys einschätzen und richtig darauf reagieren zu können,
bedeutet, sich als kompetent in der neuen Rolle als Vater oder
Mutter fühlen zu können. Dies unterstützt die Bindung der
Eltern an ihr Baby und die Bereitschaft seine Signale
wahrzunehmen und auf es zu reagieren. Dieses feinfühlige
Eingehen auf das Kind fördert wiederum auf seiner Seite eine
sicher Bindung an die Eltern. Ein sich beständig verstärkendes
Wechselspiel der Vertrauensbildung und Zuneigung zwischen Eltern
und Kind wird angestoßen. Eine Untersuchung in Familien, deren
soziale Situation eher einen kritischen Verlauf der
Bindungsbeziehung erwarten ließ, bestätigte, wie weit das
Tragen eines Säuglings Auswirkungen auf das elterliche
Verhalten hat und somit auch auf die Eltern-Kind-Bindung. Einer
Gruppe von jungen Müttern wurden Tragehilfen mit der Bitte, sie
regelmäßig zu benutzen, ausgehändigt. Die Beobachtungen
zeigten, dass diese Frauen feinfühliger, einfühlsamer und eher
auf ihre Babys reagierten als die der Gruppe, die keine
Tragehilfen verwendeten. Im Alter von etwa einem Jahr waren die
getragenen Kinder schließlich vorwiegend sicher an ihre Eltern
gebunden. Die Bindungsbeziehung in den Familien, die keine
Tragehilfen verwendet hatten, entsprachen überwiegend den
erwarteten ungünstigeren Verlauf der Eltern-Kind-Bindung
(Anisfeld et al. 1990).
Wie Trägt man am Besten
Natürlich ist ein längerfristiges Tragen ohne Hilfsmittel kaum
möglich und zunächst scheinen die nun auch in Kairo
auftauchenden Tragbeutel den Bedürfnissen eines Säuglings
rundum entgegenzukommen. Doch eine Prophylaxe gegen Hüftdysplasie
kann nur erreicht werden, wenn die Traghilfen eine geeignete Körperhaltung
forcieren. Und hier liegt es bei den meisten Tragebeuteln doch
im Argen. Der Stoffsteg zwischen den Oberschenkeln ist überwiegend
zu schmal, folglich hängen die Beinchen leicht gestreckt
herunter (Abb. 11), statt eine ausgeprägte Hockstellung zu
unterstützen. Zusätzlich ist ein guter Halt im Rückenbereich
vonnöten, damit das Baby nicht in sich zusammen sinkt. Im
ersten Lebenshalbjahr kann es noch nicht selbstständig
aufrichten, sondern muss sich an den Körper der Eltern anlehnen
und aufrichten können. Dies ist jedoch nur möglich, wenn es
eng von der Tragehilfe umhüllt und fest gegen den Körper der
Eltern gedrückt wird.
Bilder aus zwei unterschiedlichen Kulturepochen frühen vor, wie
die Körperhaltung, sei es in tragesackartigen Hilfen, sei es
eingebunden in ein Tragetuch, aussehen sollte: hier (Abb. 12)
eine moderne Bindetechnik, dort (Abb. 13) die nach wie vor
aktuelle - heute zumindest so genannte - Känguru-Trageweise.
Deutlich ist bei beiden zu erkennen, wie stark die Beinchen
angehockt sind. Ideal für die normale Ausreifung des kindlichen
Hüftgelenks. Gestreckte Beinchen erzeugen hingegen einen nicht
zentrischen Druck des Oberschenkelkopfes auf die Hüftgelenkpfanne,
die so mehr und mehr abflachen kann. Das sogenannte Fatschen,
bei dem das gesamte Kind mit Bändern umwickelt wurde, vor allem
Arme und Beine, sollte angeblich das gerade Wachstum fördern.
Man erreicht hierdurch jedoch lediglich eine Zunahme von Hüftdysplasien
oder gar Luxationen. Entsprechendes gilt auch für die früher
gebräuchlichen Steckbettchen, in denen die Babys in weitgehend
gestreckter Haltung lagen. Leider gehören derartige ungeeignete
Betreuungsgepflogenheiten nicht der Vergangenheit an, wie Bilder
aus Säuglingsstationen vor allem osteuropäischer Krankenhäusern
belegen. Eingewickelt in Tücher, kaum zur Bewegung fähig, sind
Babys im Vergleich zu anderen zwar ruhiger, doch der Preis hierfür
ist eine ansteigende Zahl von Dysplasien. Und wie es scheint,
wird auch in Ägypten das enge einwickeln von Säuglingen hin
und wieder praktiziert.
Unbegründete Einwände gegen das Tragen
Bisherige Untersuchungen belegen, dass Tragen eine ausgesprochen
geeignete Methode der Kinderbetreuung ist. Doch immer wieder
wird das Tragen besonders in den ersten Lebensmonaten äußerst
skeptisch betrachtet und Eltern davon vehement abgeraten. Es
werden Behinderung der Atmung oder Wirbelsäulenschäden
vermutet, wird mit dem aufrechten Tragen begonnen, bevor ein
Kind selbstständig sitzen kann. Beide Befürchtungen konnten
inzwischen durch verschiedene Untersuchungen entkräftet werden.
So ist der Prozentsatz der Rücken- und Haltungsauffälligkeiten
auch in späteren Jahren bei getragenen Kindern, selbst wenn sie
täglich mehr als 6 Stunden aufrecht in den Tragehilfen saßen,
gegenüber nichtgetragenen keineswegs höher (Kirkilionis 1999).
Auch die Sauerstoffversorgung ist völlig ausreichend (Field
1995, Stening et al. 1999).
Durch die inzwischen erkannten mannigfaltigen positiven Effekte
des Tragens auf die kindliche Entwicklung hielt diese
Betreuungsmethode inzwischen sogar in vielen Säuglingsstationen
und selbst auf Frühgeborenenstationen Einzug. Zu früh geborene
Kinder hatten vor allem in Entwicklungsländern oft kaum Überlebenschancen
aufgrund mangelnder Ausstattung der Kliniken, denen oft
Inkubatoren in ausreichender Zahl fehlten. Aus der Not machten
einige Ärzte eine Tugend, Eltern oder Schwestern banden sich
die Kleinen um, mit dem erfreulichen Ergebnis, dass sich die Überlebenschancen
dieser Frühchen erhöhte (Anderson 1995, Ludington-Hoe, Golant
1994). Studien konnten inzwischen einige Hintergründe für das
allgemein bessere Gedeihen lüften. Man ermittelte
stoffwechselphysiologische Faktoren für die geringere Stressanfälligkeit.
Zu früh geborene Säuglinge können, wird ihn viel Körpernähe
vermittelt, die Nahrung besser ausnutzen als Frühchen, die die
Zeit weitgehend ohne Körperkontakt in den Inkubatoren
verbringen. Auch dies konnte man inzwischen auf
stoffwechselphysiologischer Ebene belegen.
Nachfolgeuntersuchungen zeigte, dass diese Kinder später
bessere selbstregulatorische Fähigkeiten besaßen und die
Eltern-Kind-Beziehung durchweg günstiger verlief (Field 1995).
Die weitverbreiteten Ängste und Einwände gegen ein Tragen in
aufrechter Körperhaltung sind nach den Erkenntnissen der
letzten Jahre unbegründet. Vielmehr kristallisieren sich mehr
und mehr Vorteile heraus. Sicherlich, auch ohne
Getragenzuwerden, kann man einem Säugling hinreichend Körpernähe
und Zuwendung vermitteln. Doch praktische Erwägungen sollen
nicht unerwähnt bleiben. Ein Baby zu betreuen heißt einen
24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Job übernehmen. Gleichzeitig den
Erfordernissen eines Haushaltes gerecht zu werden,
gegebenenfalls noch andere Kinder zu versorgen, bedeutet so
manches mal - insbesondere bei sehr liebesbedürftigen Säuglingen
- eine Belastung der Mütter bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit.
Sein Baby umzubinden ist eine Möglichkeit, ihm den für einen
Tragling nötige Körperkontakt in ausreichendem Maße zu
vermitteln, und gleichzeitig den sonstigen tagtäglichen
Anforderungen nachkommen zu können. Die Angst, einen Säugling
unmäßig durch Tragen zu verwöhnen, ja sein Kind später nicht
"vom Rockzipfel wegzubekommen" gehört in das Reich
der Märchen. Vergleichende Untersuchungen in verschiedenen
Kulturen zeigten, dass Kinder, denen man viel Körperkontakt und
Nähe im ersten Lebensjahr gewährte, früher selbständig
wurden als in anderen Kulturen. Tragen bedeutet das Grundbedürfnis
eines Säuglings nach Nähe zu erfüllen und der sicheren
Bindung an die Eltern Vorschub zu leisten - während auf
Betreuungsseite Freiräume geschaffen werden.
Literatur
Anderson GC (1995) Touch and the kangaroo car method. IN: Field,
TM. (ed) Touch in early development. Lawrence Erlbaum,
Hillsdale, NJ, 35-51.
Anisfeld E, Casper V, Nozyce M, Cunningham N. (1990) Does infant
carrying promote attachment? An experimental study of the
effects of increased physical contact on the development of
attachment. Child Development 61, 1617 - 1627.
Chamberlain S (1997) Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr
erstes Kind. Über zwei NS-Erziehungsbücher.
Psychosozial-Verlag, Gießen.
Field TM (1995) (ed) Touch in early development. Lawrence
Erlbaum, Hillsdale.
Goma - das Basler Gorillakind (1961) Documenta Geigy (Aufnahme
Prof. Lang).
Haarer J (1938) Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind.
Lehmanns, München, Berlin.
Hassenstein B (1970) Tierjunges und Menschenkind im Blick der
vergleichenden Verhaltensforschung. Ber. Nat.-Med. Ver.
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Fonte:
http://www.papyrus-magazin.de/archiv/2002_2003/november/11_12_2002_tragen.html
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